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Butzbach, Nieder-Weisel, Hoch-Weisel, Kirch-Göns, Ebersgöns, Münster, Frauerbach, Ostheim, Pohl-Göns, Bodenrod, Wiesental, Hausen-Oes, Griedel.

zum Hessentag 2010: 28. Mai bis 6. Juni in Stadtallendorf!

Hessentagswanderweg

Erstmals wird aus Anlaß des Hessentags ein Rundwanderweg eröffnet. Er führt weitgehend durch Wald, bietet aber Ausblicke und verbindet auf knapp 11 km  Natur und Kultur am Rande des Hintertaunus bei Butzbach, der „Perle der Wetterau“. Einstiege sind  möglich am Naturparkplatz an der Landstraße Butzbach - Waldsolms, im Stadtteil Hausen, bei der Gastwirtschaft „Forsthaus“ an derselben Landstraße und am Butzbacher Schwimmbad auf dem Schrenzer. Beginn unserer Wanderung ist am Parkplatz „Tennisplätze“ am Waldrand der oberen Taunusstraße in Butzbach, dem Ausgangspunkt mehrerer Fernwanderwege. Von hier aus mißt die Strecke gut 8 km.

Der mit dem Hessentagslogo 2007 ausgeschilderte Weg folgt zunächst ein Stück dem Rundweg „Natur- und Erlebnispfad“ und berührt gleich einen dessen Höhepunkte, den „Sinnespfad“. Ihn auszuprobieren verlängert die zwei Stunden, die für den Rundweg mindestens anzusetzen sind. Auch die Hinweise entlang der folgenden Waldwege in Richtung Süden verdienen Beachtung. Hinter einem Wasserhaus verlassen wir den „Natur- und Erlebnispfad“, wenden uns ein kleines Stück nach links in Richtung Waldsiedlung, biegen aber gleich wieder auf einen Pfad rechts ab und erreichen einen Forstweg, dem wir bis zum Parkplatz mit dem irreführenden Namen „Gaulskopf“ folgen. Ab hier öffnet sich der Blick über das Hausener Tal auf den Stadtteil Hausen und auf den Hausberg mit der von Ringwällen gesicherten früheren Keltensiedlung. ( Auf den Rundweg „Keltenweg“ weisen wir hin ). Unser auch im Hochsommer schattig bleibende Weg steigt entlang des Talrandes  durch Mischwald an und stößt auf das Weltkulturerbe „Limes“. Ein Stück weiter kreuzt er das „Häuser Pfädchen“, Teil des Taunus-Höhen-Weges ( schwarzes T ) und des Europäischen Fernwanderweges E3 Atlantik-Ardennen-Böhmerwald ( blaues liegendes Kreuz, sog. Andreaskreuz ). An beiden Stellen ist ein Abstecher nach Hausen möglich. Der Weg führt weiter auf und ab in das Quellgebiet des Reißerbaches, erreicht nach einem Zick-Zack ein Amphibien-Biotop und kurz danach das frühere Forsthaus, jetzt Gastwirtschaft. Die Hälfte des Weges ist damit geschafft. In unmittelbarer Nähe befinden sich das Waldhaus des Vereinsrings Butzbach und der Segelflugplatz, die einen Abstecher lohnen können.

Am Forsthaus biegen wir rechts ab und folgen in Höhe des Spielplatzes dem mit dem blauen Strich und schwarzen Punkt markierten, direkt nach Butzbach führenden „Forsthausweg“. Nach einem Anstieg steigen wir nach links ab und durchqueren vor dem Flugplatzgelände auf neu wieder angelegtem schmalem Pfad ein Wäldchen.

Alte Fahrspuren und Tümpel weisen darauf hin, dass hier früher Panzer geübt haben. Wegen des Abzugs der Amerikaner übt aber jetzt normalerweise kein Militär mehr und ist das Erwandern des einmaligen Biotops des „Exerzierplatzes“ mit seiner heideähnlichen Landschaft wieder möglich. Indessen beginnt die Kiefer schon, von der Freifläche Besitz zu ergreifen.

Wir wenden uns nach dem Durchqueren des Wäldchens zunächst ein Stück nach links, um den Fernblick nach Westen über das Flugplatzgelände bis zum Dillenberg und Gaulskopf zu genießen. Auf einem betonierten Panzer-Wende-Streifen queren wir die Freifläche zum gegenüberliegenden Waldrand, wenden uns auf geschottertem Weg nach rechts und queren auf diesem die Freifläche wieder zurück. Vorbei an einem größeren Tümpel erreichen wir am oberen Rand des Exerzierplatzes den höchsten Punkt der Wanderung, der uns auch bei Übungsbetrieb wieder aufnehmen würde. Neben einer breiten Forststraße führt uns der Pfad zurück in Richtung Butzbach. Wir weichen aber nochmals nach links und dann rechts auf die parallel führende „Weidigschneise“ ab. Deren unterer Teil wird (bergauf)  beim Weidig-Berg-Turnfest genutzt und beginnt am Limes, dem wir aber (noch nicht) folgen.

Wenn wir vielmehr aus dem Wald treten, stehen wir vor dem Eingang des Schrenzerbades, dem im Vorjahr zum schönsten Freibad Hessens gekürten Schwimmbad. Wir halten uns auf dem Magerrasen rechts und inne am Weidig-Gedenkstein. Dieser erinnert an den Freiheitskämpfer, der u.a. die Lehren des Turnvaters Jahn aufgegriffen und hier den ersten hessischen Turnplatz gegründet hat. Der Fernblick reicht über die Wetterau, die Münzenburg, das sog. „Wetterauer Tintenfaß“  bis hin zum hohen Vogelsberg. Oberhalb der Wiese ist der Limes-Wachtturm nicht zu übersehen, daneben das Fundament eines weiteren Turmes und hinter dem Erdwall des Limes ein Stück Palisadenzaun.

Wir folgen dem Limes-Weg ein Stück bergab und können im Wald die Wälle eines weiteren Römerturmes sowie eines Gehöfts aus der Hallstattzeit finden. Dem Hessentags-Logo weiter folgend erreichen wir im weiteren Abstieg wieder unseren Ausgangspunkt am Waldrand Taunusstraße.

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